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MUSEUM GARAGE - Miami, USA

J.MAYER.H und Partner, Architekten
Partner in charge: Juergen Mayer H.
Project Architect:Wilko Hoffmann
Team: Marcus Blum, Fabrizio Silvano

Project date: 2014-2017
Start of construction: 2016, Completion: 2017
Client/location: Miami Design District, USA
Curated by Terence Riley, K/R Architects
Designers: WORKac, J.MAYER.H und Partner, Clavel Arquitectos, Nicolas Buffe and K/R

J.MAYER.H gibt den Baubeginn der Museum Garage im Miami Art District, USA bekannt. Die neue Parkgarage wird ein wichtiger Baustein des Viertels, das seine neue Identität über Design, Kunst, Mode und Architektur definiert. Die Garage bietet außer 800 PKW-Stellplätzen auch Gewerberäume in einer aufgelockerten Erdgeschoßzone an. Kuratiert von Terence Riley von K/R (Keenen/Riley), besteht das Gebäude aus fünf sehr unterschiedliche Fassaden von WORKac, J.MAYER.H und Partner, Clavel Arquitectos, Nicolas Buffe und K/R, sowie einer Wandgrafik von Sagmeister & Walsh.
 Der Entwurf von J.MAYER.H basiert auf den zwei räumlich entgegengesetzten Fassadenentwürfen am linken und rechten Ende der Museum Garage. Diese werden im Entwurf von J.MAYER.H transformiert und durch die Verschmelzung zu einem neuen zentralen verbindenden Element der ganzen Garage. Ausgehend von der direkt links angrenzenden Fassade von WORKac werden die Ausschnitte in der Fassade in positive volumetrische Formen übersetzt. Das rot-weiß gestreifte Verkehrsmuster von K/R Architects am rechten Ende der Parkhausfassade wird in eine Super-Grafik überführt. Die neue Fassade von J.MAYER.H verzahnt sich wie ein Puzzle auf der linken Seite, hat jedoch rechts einen vertikalen harten Anschnitt, wo sie auf die Gestaltung von Nicolas Buffe trifft, analog zu der linearen Gestaltung der letzten Fassade von K/R. Die Fassade wird aus farblich lackierten Aluminiumblechen mit einer Stahlunterkonstruktion realisiert. Eine integrierte Beleuchtung hebt die mit Lochblech verkleideten, nierenartigen Elemente nachts hervor. Infrastrukturen für den Verkehr und Parkgaragen werden selten als eigenständige Architekturprojekte wahrgenommen. Im Kontext des Design Districts wird hier jedoch die Museum Garage zu einem neuen Wahrzeichen des Viertels. Der städtebauliche Maßstab für Fussgänger überlagert sich mit der Wahrnehmung der urbanen Maßstäblichkeit durch Autos und ihrer Geschwindigkeit durch die Stadt. Da die umliegende Bebauung überwiegend kleinteilig ist, wird durch die Differenzierung der Fassade in unterschiedliche Gestaltungen eine dem Ort entsprechende Kleinteiligkeit geschaffen. Terence Rileys Strategie, mehrere unterschiedliche Designer und Architekten für die Fassade einzubinden, ist ein spannender, innovativer Entwurfsansatz um Möglichkeiten von Zusammenarbeit, Nachbarschaften und gegenseitigen Querverweisen auszuloten.

The Museum Garage is a seven-story mixed-use structure with ground-floor retail and the capacity for 800 vehicles. Curated by Terence Riley of K/R (Keenen/Riley), the project will feature five dramatically different façades by WORKac, J.MAYER.H, Clavel Arquitectos, Nicolas Buffe and K/R (Keenen/Riley). The building will also feature a mural by Sagmeister & Walsh.

J.MAYER.H’s design concept starts from two approaches. The idea of adjacencies and mediation translates the voids or negative spaces by WORKac on the left into positive volumetric echoes. The red and white striped traffic pattern of K/R Architects from the other far end of the garage façade finds referential graphics on J.MAYER.H’s design. While the idea of puzzling and interlocking is shown in the relationship designed on the left side with WORKac, the right edge of the façade segment is cut off with a straight vertical line analogue to all the other segments of the overall façade. The façade will be built in steel and aluminum, and painted in different colors. It contains embedded lighting that glows at night. 
Infrastructures and car spaces are rarely seen as architectural projects. In the context of the Design District, the “Museum Garage” becomes an urban component including commercial space on street level. Cars and the speed with which they move through the city cause the urban dimensions for pedestrians to overlap with the perception of urban dimensionality. The façades of large building volumes in such an urban context demand variety and differentiation. The concept of various architects working on different segments of one building envelope is an exciting innovative design strategy to explore collaboration, adjacencies and cross-referencing.

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