CORRIDOR - Rooftop in Berlin-Mittespacer CORRIDOR - Rooftop in Berlin-Mittespacer CORRIDOR - Rooftop in Berlin-Mittespacer CORRIDOR - Rooftop in Berlin-Mittespacer

CORRIDOR - Rooftop in Berlin-Mitte

J. MAYER H. Project Team: Gabriele Roy, Hans Weibel, Andre Santer, Peter Martin, Sascha Nikolauschke
Projektarchitekt: Sebastian Finckh

2000-2004
Initiative/Koordination: Stylepark, Frankfurt a.M., www.stylepark.com
Ausschreibung/Bauleitung: Elwardt & Lattermann Architekten, Berlin
Bauleitung: Barbara Elwardt
Lichtplanung: Dinnebier Licht, Jan Dinnebier, Berlin
Projektleitung: Anne Boissel
Steuerungstechnik: GIRA
Farbgestaltung: SIKKENS

“Corridor” liegt über der Dachlandschaft von Berlin. Ein langgezogener gewundener Raum legt sich durch die gesamte Wohnung und verbindet Außenraum mit Außenraum. Dieser Korridor bleibt jedoch nicht nur Durchgangsraum, der einzelne Aufenthaltsräume miteinander verbindet sondern er wird selbst zum Hauptraum der Wohnung. Der von allen formalen Bezügen unabhängig von innen heraus gebildete Raum-“Ausschnitt” ermöglicht aufgrund seiner Eigenständigkeit und Differenz zum konventionellen Wohnungsgrundriß die Simulation von ebenso informellen, abstrahierten Raumeigenschaften und grenzüberschreitenden Raumerlebnissen. Die anliegenden Räume bilden im Gegensatz hierzu als Zusatzangebot die Rückzugsgebiete für Service und Privatheit. “Corridor” wird zum Prototypen eines Raumes, der räumlich und funktional nicht festgelegt ist, aber durch sein Angebot an Technologie und Infrastruktur einen “Möglichkeitsraum” anbietet. “Comforting” heißt hier, den unvorhersehbaren und sich ständig wandelnden Nutzungs- und Stimmungsansprüchen des Bewohners die notwendige Anpassungsfähigkeit bereitzustellen. Im Korridor verändern sich die Funktionsbereiche in Zonierungen. Die gleitenden Wände sind als ‘smart walls’ von einem Soundsystem, Video- und Projektionsequipment, Bewegungssensorik und einer intelligenten Lichtsteuerung durchdrungen. Speziell entwickelte Reflektionsfarbe erlaubt Projektionen höchster Leuchtqualität direkt auf die Wände, womit der Raum selbst zur Aktivoberfläche bewegter Bilder wird. Licht und Ton gestalten die verschiedenen Zonen, “Sound/Clouds” und “Light/Noise” pulsieren durch den Korridor. (Text: arch+, Dez. 2001)

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